“Knopfbahnhof”
StZ-Leserin Sylvia Renkert reagiert mit einem optimistischen Plakat auf den Zeitungsartikel “Jim Knopf bleibt stets oberirdisch” vom 9. August 2010. Das Poster ist jetzt am Bauzaun des Nordflügels vom Bahnhof zu sehen.
StZ-Leserin Sylvia Renkert reagiert mit einem optimistischen Plakat auf den Zeitungsartikel “Jim Knopf bleibt stets oberirdisch” vom 9. August 2010. Das Poster ist jetzt am Bauzaun des Nordflügels vom Bahnhof zu sehen.
Wer sich bislang noch nicht eingetragen hat, hier zur Erinnerung:
Die Samstagsdemo am 7. August durch die Innenstadt war eindrucksvoll. Die Sendung im SWR von Hagen von Ortloff in der Reihe Eisenbahnromantik mit dem Titel »Stuttgart 21 – ein Milliardengrab?« war ziemlich gut und sachlich und hat noch so manch einen aus dem Dornröschenschlaf gerüttelt. Wunderbar auf den Punkt gebracht hat ein Teilnehmer der Demonstration das Vorhaben der Stadtväter & Co. Das nette Sätzchen wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten.
PS: Unter dem Foto steht für Nicht-Schwaben die Übersetzung
Bis ois blärrt = Bis einer heult/weint
Gestern, in der Nacht vom 30. Juli zum 31. Juli, haben die Bauarbeiten am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs begonnen. Doch die Parkschützer waren vor Ort: Um 21 Uhr erreichte so ziemlich jeden, der sich eingetragen hatte, eine SMS mit den »PARKSCHÜTZER-ALARM! Der Angriff auf den Bahnhof/Nordflügel beginnt, die Abbruchunternehmen sind da!!! « Nur wenige Zeit später hatten sich bereits Hunderte am Eingang des Bahnhofs versammelt und protestierten lautstark und empört gegen Stuttgart 21 und den heimlichen Baubeginn.
Die Überlegung der Stadt: Aufgrund der Vereidigung der Bundeswehrrekruten war ein großes Polizeiaufgebot sowieso nötig. Warum also nicht jenes nutzen, um es gleichzeitig auch die Vorbereitungen für den Baubeginn von Stuttgart 21 einzusetzen? Tatsächlich konnten tagsüber erstaunlich viele Einsatzfahrzeuge gesichtet werden. In der Urbanstraße hinter der Staatsgalerie waren sämtliche öffentliche Parkplätze für die zahlreichen Busse und PKWs der Polizei gesperrt, im Planie-Tunnel reihten sich die »Wannen« ebenfalls. Eigentlich sah‘s eher nach einem Staatsbesuch aus als nach einer Vereidigung. Nach der Gelöbnis-Zeremonie, während der »60 Personen in Gewahrsam« genommen wurden, löste sich ein Großteil der Einsatzkräfte auf. Ein anderer Teil wurde wohl zum Bahnhof abkommandiert. Super war die Reaktion der Menschen, die sich bei den Parkschützern eingetragen hatten und den Alarm auf ihr Handy bekommen haben. Mehrere hundert Menschen strömten aus allen Ecken Stuttgarts, von Vernissagen und aus Kneipen, aus Kinos und anderen Veranstaltungen zusammen, um gegen den Baubeginn und für den Erhalt »ihres« Bahnhofs zu protestieren. Und zwar friedlich – auch wenn angesichts der Nacht- und Nebelaktion der Stadt (hier kommen Erinnerungen an den Abriss der Villen an der Neckarstaße hoch) die Empörung groß war. Die Demonstranten versuchten vor dem Eingang am Nordflügel das Aufstellen der Bauzäune mit Sitzblockaden zu verhindern und legten für einige Zeit den Verkehr auf der Kreuzung am Bahnhof lahm. Die Polizei indes verhielt sich zurückhaltend, manch einer wäre vielleicht lieber doch auf der anderen Seite gewesen.
Die Botschaft: die Stuttgart 21-Gegner geben nicht auf. Sie sind bereit, auch nachts auf die Straßen zu gehen, um Bahnhof und Bäume zu schützen. Ein Kompliment an die aufmerksamen Wachen und jene, die stundenlang vor Ort ausharren. Das nächste Treffen, das nun allabendlich stattfinden wird, ist heute, 19 Uhr vor dem Bahnhof.
Eva Maria Schlosser
Hier einige Fotos zur Nacht …
(Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart)
Bahnprojekt Stuttgart – Ulm
Die neue Bibliothek
Bauherr/Projektentwicklung: LHS
Nutzung: Lebenslanges Lernen
Stand: im Bau
»Europe Plaza«, Baufeld A1.10
Bauherr/Projektentwicklung: Fay Projects GmbH
Nutzung: Shops, ca. 16.000 qm Büro, ergänzend Handelsflächen im EG
Stand: Start 2010
Pariser Höfe, Baufeld A1.13
Bauherr/Projektentwicklung: Reiß & Co
Nutzung: Wohnen (ca. 23.500 qm BGF), Büro (ca. 6.300 qm BGF)
Stand: Beginn 2010
Baufeld A1.7
Bauherr/Projektentwicklung: Bankhaus Wölbern, Schwäbische Wohnung AG
Nutzung: Hotel/Wohnungen, ca. 16.000 qm, überwiegend Wohnen
Stand: geplanter Start 2010
Vorher: Golden Loop, nun Sparkassen-Akademie A1.11
Innenstadt:
Ehemalige Mercedes-Niederlassung Türlenstraße
Bauherr/Projektentwicklung: Icade
Nutzung: Neubau Büro
Stand: geplanter Start 2010
City Office, Ehemals Versatel, Kriegsbergstraße
Bauherr/Projektentwicklung: Carlyle
Nutzung: ca. 18.000 qm Büro
Stand: Satzungsbeschluss März 2010, fertig 2012
Innenministerium, Willy-Brandt-Straße
Bauherr/Projektentwicklung: Landesstiftung Baden-Württemberg gGmbH
Stand: im Bau, fertig Ende 2012
Quartier am Karlsplatz
Bauherr/Projektentwicklung: E. Breuninger GmbH & Co und Land
Nutzung: ca. 36.000 qm Büros, ca. 11.000 qm Hotel, Einzelhandel und Gastronomie
Stand: Start 2011, Preisgericht Wettbewerb März 2010
Bülowcarrée, Lautenschlagerstraße
Bauherr/Projektentwicklung: Bülow AG
Ca. 43.000 qm BGF
Nutzung: Büro und Läden
Stand: Start 2010
Postquartier Lautenschlagerstraße
Bauherr/Projektentwicklung: Hines Immobilien GmbH
Nutzung: Umbau, ca. 16.000 qm Büro, ca. 9.500 qm Handel
Stand: Start 2010
Ehemaliges City Air Terminal, Lautenschlagerstr. 14
Bauherr/Projektentwicklung: Aragon GmbH
Nutzung: Hotel, 230 Zimmer, Kette Motel One
Stand: Start 2010
Posto’S, Alte Poststr. 3
Bauherr/Projektentwicklung: NPC Gruppe
Nutzung: Ladenfläche/Büro, 3.000 qm
Stand: fertig 2009
Theo 10, Theodor-Heuss Straße/Büchsenstraße
Bauherr/Projektentwicklung: W2 und Competo Capital Partners
Nutzung: Büro- und Geschäftshaus, 4.000 qm
Stand: Start 2010
Hotel Astoria, Hospitalstraße
Bauherr/Projektentwicklung: Blue Estate
Nutzung: Erweiterung und Modernisierung Hotel Astoria
Stand: Start 2010
Casa Nova
Bauherr/Projektentwicklung: Hochtief Projektentwicklung
Nutzung: Büro
Stand: Fertig 2011
Areal Württembergische Hypothekenbank, Hospitalstraße/Büchsenstraße
Bauherr/Projektentwicklung: Polis Immobilien
Nutzung: Sanierung Gebäudekomplex, 15.000 qm Büro, Gastronomie, Wohnen
Stand: im Bau
Stuttgarter Südtor
Bauherr/Projektentwicklung: TAG Immobilien AG
Nutzung: Hotel, Einzelhandel, Büro, Wohngebäude
Stand: Fertig 2010
Quartier S, Tübinger-/Marien-/Paulinenstraße
Bauherr/Projektentwicklung: Württembergische Lebensversicherung AG
Nutzung: ca. 24.000 qm Läden, ca. 10.600 qm Büros und Boardinghaus, ca. 9.000 Wohnen
Stand: Start 2011
Pauline, Paulinenstraße
Bauherr/Projektentwicklung: Strabag AG
Nutzung: 5.000 qm Büro
Stand: Start 2010
Paulinenstr. 40/41, Altstandort Reader’s Digest »Quadrat«
Bauherr/Projektentwicklung: Hochtief Projektentwicklung
Nutzung: ca. 6.500 qm Büro
Stand: im Bau seit 2009
Ehemaliges WGV Gebäude
Bauherr/Projektentwicklung: Hochtief Projektentwicklung
Nutzung: Büro
Stand: geplanter Start 2010
Hauptstätter-/Fangelsbach-/Tübingerstraße
Bauherr/Projektentwicklung: LJM Immobilien
Nutzung: Entwicklung Areal, Büro und Wohnen
Klinikum Stuttgart
Killesberg
NeckarPark
Sonstige Bauprojekte
folgen…
![]()
Ausstellung über Virtuelle Realität und Stadtgestaltung
Präsentation der persönlichen Utopien von Stuttgarter BürgerInnen
Die Ausstellung ist vom 25. – 27. Juni von 17-21 Uhr geöffnet.
Ort: Ehemalige Mercedes Benz Niederlassung, Türlenstraße 2
www.wand5.de/wand5cms/index.php?option=com_content&task=view&id=209&Itemid=293
Seit ihrer Einführung durch Napster sind Peer-to-Peer Tauschbörsen zu einer weit verbreiteten Kulturtechnik geworden. Die bisherigen Antworten der Kulturindustrie – Klagewellen, technische Schutzmaßnahmen und Gesetzesverschärfungen – haben weder zu einem Rückgang der Tauschbörsennutzung noch zu einer Vergütung von Urhebern geführt. Die Alternative ist eine Kultur-Flatrate: eine gesetzliche Erlaubnis zum nicht-kommerziellen Tauschen gegen eine pauschale Vergütung. Der Mediensoziologe Volker Ralf Grassmuck erläutert die Geschichte und den aktuellen Stand des Modells und stellt Varianten zur Diskussion.
Mo., 14.06., 19.30 Uhr, Stadbücherei Stuttgart, Mörike-Kabinett
Eintritt: € 4,-/3,-

Angetrieben vom provenzalischen Mistral, weht eine blaue Plastiktüte durch die Straßen von Valence. Die im Jahre 2009 entstandene Videoarbeit „flâneur“ nimmt den Betrachter, stellvertetend für die gesamte Serie „en passant“, mit auf eine kleine urbane Reise. Vorbei an notdürftigen clochard’schen Nachtlagern, an Plätzen, die fragmenthaft noch einstige Habseligkeiten beherben,; stets inmitten der städtischen Architektur, welche eine vermeintliche Grenze zwischen dem öffenlichen und privat geschützen Raum zieht. Einer Spurenleserin nicht unähnlich geht Ströbel neben Fragen der geografischen und sozialen Verortung vor allem jenen der Migration nach. Lesen sie hier den gesamten Beitrag »

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Anja Klafki in ihren großformatigen Radierungen mit dem Thema Landschaft. Dabei geht es der Künstlerin vor allem um das Erforschen der Darstellung von Landschaft. Wie nehmen wir Landschaft wahr und welches minimale Bildrepertoire reicht aus, um Landschaft visuell zu definieren?
Angeregt durch historische Landkarten und Landschaftspläne aus dem Staatsarchiv Ludwigsburg schuf die Künstlerin eigens für diese Ausstellung eine Reihe von neuen Werken in ihrer charakteristischen druckgrafischen Manier. Maßgebend war hier die Auseinandersetzung mit der Region und mit dem Phänomen des Erfassens und Vermessens von Landschaft.
Im Dialog mit den Kunstwerken werden in der Ausstellung Karten und Pläne aus den Beständen des Staatsarchivs Ludwigsburg und des Hohenlohe Zentralarchivs Neuenstein gezeigt.
Anja Klafki, geboren 1967 in Eckernförde, studierte Freie Kunst/Freie Grafik an der Muthesius-Hochschule in Kiel. Seit ihrem Diplom 1997 bei Prof. Ekkehard Thieme arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. Anja Klafki lebt in Stuttgart.
6.5.–3.7. Staatsarchiv Ludwigsburg
Mo – Do 8.30 – 16.30 Uhr, Fr 8.30 – 15.30 Uhr
Finissage: Sa, 03. 07. 13 – 18 Uhr
Freier Eintritt.
Künstlerinnen der Freien Fotoschule Stuttgart präsentieren ihre Arbeiten.
6.06. – 27.06.2010 BBK Atelierhaus, Eugenstraße 17
Sa. 14 – 18 Uhr, So. 11 – 16 Uhr
Ausstellungseröffnung: So. 06. 06. 11 Uhr
Vortrag in englischer Sprache.
Will Alsop ist einer der bekanntesten englischen Architekten. Architektur und Kunst sind für ihn unauflösbar miteinander verbunden. Sein Leitfaden ist Architektur als Träger und Ausdruck sozialer Veränderung und Erneuerung, vom Entwurf von Gebäuden bis hin zu großmaßstäblichen Stadtentwicklungsprojekten. Das Loslösen von einem akzeptierten Stil macht seinen architektonischen Entwicklungsprozess zunehmend fließender und transparenter und erlaubt es ihm, stets neue unkonventionelle Positionen zu entdecken. 2000 erhielt er den Stirling-Preis für die Peckham Library in London.
www.architektur.abk-stuttgart.de
Di, 06.07. 19 Uhr Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Mehrzwecksaal Neubau II.