12 Fragen an Motjib Latif

»Wir verzichten nicht, wir gewinnen auf der ganzen Linie«

Interview über die Weltmeere, Überfischung, Ölpest und Plastiktüten.

 

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Mojib Latif ist Professor am Leibniz-Institut für Meereskunde, Universität Kiel. Bekannt wurde der Ozeanologe und Meteorologe vor allem durch seine Buchveröffentlichungen, Fernsehauftritte und Radiointerviews zu Themen wie Klimawandel und -erwärmung. Im Herbst ist sein Sachbuch »Das Ende der Ozeane« erschienen.

 

Herr Latif, kennen Sie den Sci-Fi-Roman »Der Schwarm« von Frank Schätzing?

Ja, ich habe ihn nicht ganz gelesen, aber Schätzing hat bei uns recherchiert …

Halten Sie solch einen Rachefeldzug der Meerestiere, wie es in dem Roman beschrieben wird, theoretisch für möglich? Bei Schätzing sind es sogar Einzeller, die sich zusammenschließen und als ein intelligentes Wesen reagieren …

Sicher nicht. Es ist viel banaler. Wir Menschen arbeiten dar- an, das Ökosystem der Ozeane zum Kippen zu bringen. Wenn das passiert, wird uns das erheblich treffen. Aber eben nicht, weil die Ozeane zurückschlagen, sondern einfach weil wir von den Ozeanen abhängen und den Ast absägen, auf dem wir sitzen. Amöben werden und auch höheres Leben wird immer überleben, egal, was die Menschen anrichten. Aber ob die Menschen langfristig auf dem Planeten überleben können oder nicht, das ist die Frage.

In ihrem Buch »Das Ende der Ozeane« beschreiben Sie den Missbrauch, die Ausbeutung und die Verschmutzung der Weltmeere durch den Menschen. Bislang war eher von dergleichen auf dem Kontinent die Rede. Ist das Wasser vielleicht sogar stärker gefährdet als der Kontinent, weil hier keine natürlichen Barrieren vorhanden sind?

Nicht nur deshalb, weil sich in den Meeren alles leichter verteilt. Die Ozeane sind stärker gefährdet, weil wir sie nicht so unmittelbar wahrnehmen. Was an Land passiert, nehmen wir eher wahr. Was auf den Ozeanen passiert, nehmen wir nur dann wahr, wenn etwas an die Oberfläche tritt. Was in der Tiefe ist, wissen wir nicht. Und das ist die große Gefahr: Dass dort Dinge passieren, von denen wir derzeit gar keine Ahnung haben, die aber irgendwann zum Kollaps des Gesamtsystems führen.

Sie schreiben ja auch, dass Vieles noch nicht erforscht ist, dass Expeditionen im reale Ozean wichtig wären, um den Kreislauf zu
verstehen …

Genau. Man weiß so Vieles noch nicht. Besagte Expeditionen sind extrem aufwendig und kostspielig. Aber es führt kein Weg daran vorbei. Ich habe in meinem Buch ein paar Beispiele gebracht, etwa, dass unsere Fischernetze etwa 1500 Meter weit in die Tiefe gehen, aber man nun auch sieht, dass die Fische in 2000 Metern Tiefe noch drunter leiden, weil ihre Brut weiter oben lebt. Die fischt man also gleich mit weg.

Explizit fordern Sie den Ausbau von Ozeanbeobachtungssystemen, um den Kreislauf besser zu verstehen. Mal abgesehen vom Forscherdrang des Menschen… Wäre es nicht klüger, ein Gleichgewicht wie das über Jahrmillionen gewachsene Ökosystem des Meeres nicht ins Wanken zu bringen und die Tiefsee in Ruhe zu lassen?

Auf jeden Fall. Aber unsere Welt funktioniert leider nicht so. Selbst wenn es ernstzunehmende Anhaltspunkte gibt, dass da unten etwas schief läuft, geht die Diskussion los: Seid ihr euch wirklich einig? Ist es wirklich so schlimm? Und so weiter. Wenn man nicht hieb- und stichfest belegen kann, dass etwas passiert ist, dann wird nichts geschehen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir beobachten und forschen können – zum einen natürlich, weil der Forscherdrang groß ist, zum anderen aber vor allem, weil wir sonst keine Möglichkeit haben, irgendwelche Aktionen und Maßnahmen einzufordern.

Ölverschmutzung, Radioaktivität, Plastikabfälle, Lärm, Überfischung und Aquakulturen, mit denen wir die gleichen Fehler machen wie bei der Massentierhaltung – warum ignorieren wir diese Gefahren?

Die Bedrohungen existieren, werden aber nicht bemerkt: Die Meere erwärmen sich und versauern, weil sie zu viel Kohlenstoffdioxid aufnehmen müssen. Außerdem schwimmen darin bereits über 150 Millionen Tonnen Plastikmüll. Denken wir noch an die große Ölpest im Golf von Mexiko, die Einleitung von radioaktiv belasteten Wasser nach der Atomkatastrophe von Fukushima – manches ist nicht sichtbar und zum größten Teil weit weg. Meist ist am Anfang die Aufregung natürlich groß, aber wir vergessen schnell.

Verdrängen wir nicht eher? Wir wollen auf nichts verzichten und konsumieren …

Ja, das Rad werden wir nicht zurückdrehen können. Die Leute wollen Autos und alles mögliche andere haben. Es geht darum, dass wir die Dinge so entwickeln, dass wir die Ressourcen schonen und die Umwelt nicht belasten. Das ist möglich. Wir sind umgeben von sauberer Energie, egal ob Wasser, Sonne oder Wind. Aber wir nutzen sie nur in sehr begrenztem Maßstab. Wir müssen weg von der Wegwerfwirtschaft, hin zur Kreislaufwirtschaft. Das Plastik darf eben nicht in unseren Meeren verschwinden, sondern … am besten, wir brauchen es gar nicht. Beispiel Tüten: Die braucht kein Mensch, die würde ich verbieten. Es gibt Alternativen. Und wenn man schon Plastik herstellt – für bestimmte Dinge ist das ja in Ordnung – dann muss man eben versuchen, das dann zu recyceln. Denn sonst werden wir uns wirklich unsere Lebensgrundlage entziehen. Unser Wirtschaftssystem basiert im Moment darauf, dass wir die Ressourcen hemmungslos ausbeuten und dass wir die Umwelt gnadenlos belasten. Das ist kein System, das langfristig funktionieren kann.

Dann ist die Politik gefordert?

Ja, klar.

Politiker argumentierten gerne für das Beibehalten bisherige Strategien, Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel …

Diese Argumentation führt uns in die Sackgasse. Wenn wir immer in den alten Mustern verharren, kostet das uns die Zukunft und die unserer Kinder und Enkel. Nehmen wir das Beispiel Atomstrom und Kohle. Je länger wir warten, die Energiewende vernünftig hinzukriegen, desto problematischer wird es für uns. Die Energiewende ist ein Muss, unabhängig von den Umweltproblemen. Wir müssen sicherstellen, dass wir in Zukunft relativ kostengünstige Energie haben und das geht nur über die erneuerbaren Energien. Insofern ist das kein Widerspruch: Umweltschutz, Ressourcenschutz und Wirtschaft – das geht nur zusammen. Wie sehen derzeit bei den großen Energiekonzernen, wie sehr sie darunter leiden, dass sie so träge gewesen sind und sich partout nicht um neue Geschäftsmodelle bemüht haben.

Kann der Einzelne was tun?

Auf jeden Fall. Wir sehen das gerade jetzt. Wir feiern derzeit 25 Jahre Mauerfall. Dieses Ereignis ist nicht von oben verordnet worden, das haben die Menschen bewegt. Oder auch der Atomausstieg. Das Individuum hat eine enorme Macht, wenn man sich verbündet und einen langen Atem hat. Jeder kann seinen Beitrag leisten. Wenn das viele machen, dann hat das auch einen Effekt und die Politik reagiert darauf. Wir müssen weg von dieser dummen Verzichtsdebatte. Wir verzichten nicht, wir gewinnen auf der ganzen Linie.

  • Das Gespräch führte Eva Maria Schlosser

Und alle mischen mit

Konsum oder die Angst vor der Sinnlosigkeit.

Der Mann hat Humor, das muss man ihm lassen. So erklärte Jean Asselborn, seines Zeichens Luxemburgischer Außenminister, in einer Talkshow des deutschen Fernsehens: »Wir haben keinen Platz für Häuser, nur für Briefkästen.« Recht hat er. Luxemburg ist gerade mal so groß wie das Saarland – und auf rund 2600 Quadratmeter passen ja nicht ’zig Bürotürme oder Hallen für Hunderte Konzerne wie Amazon, Ikea, Pepsi, Eon oder die Deutsche Bank. Die nämlich, so zeigen Dokumente der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers (PwC), sitzen in Luxemburgs Postboxen. Und wenn nun alle noch ein Häuserl wollten, wo käme denn das kleine Großherzogtum hin? Virtuelle Geldflüsse indes sind kein Problem: Rund 3000 Milliarden Euro an Vermögen werden von dort gesteuert, um Konzernen legal Steuern zu sparen. Mal werden Gewinne über aufwändige Zinskonstruktionen verschoben, mal über Lizenzgebühren intern verrechnet. Dass auch andere Staaten, etwa die Niederlande, Belgien, Schweiz oder Großbritannien Off-Shore, beim Verschiebebahnhof mitmischen, wie Asselborn gerne betont, macht es nicht besser. Insgesamt zeigt dieses Hin und Her vor allem eines: die Struktur des Systems. Wer viel umsetzt, der will auf Papier wenig Gewinn machen, um wenig Steuern zu zahlen, um mehr zu verdienen.

Die kleineren Unternehmer, die sich keine weltweit tätigen Berater leisten können, müssen vor allem zuhause Geld ausgeben, um ihre Einnahmen gegenüber dem Fiskus zu schmälern – für Bürom.bel, Autos, Computer, ob sie nun 50 Stück davon brauchen oder nicht. Wer Geld vernichtet, spart Steuern. Als etwa die Cyberblase zu Beginn des Jahrtausends platzte, wurde der Markt plötzlich von hochwertigsten Konferenztischen oder Lederfauteuilles überschwemmt, die längst abgesetzt worden waren und nun ohne Mitarbeiter herumstanden. Bedingt durch das System: Würde dieses wohl zusammenbrechen ohne seinen wesentlichen Faktor, den Konsum. »Consumo Ergo Sum«, ich konsumiere also bin ich, funktioniert daher auch im »Wir«: »consumimus, ergo sumus«. Gerade in Zeiten der Krisen und Sparzwänge predigten allerlei Wirtschaftswissenschaftler, dass endlich der Binnenkonsum »anspringen müsse«, sonst würden alle arbeitslos. Und dann? Also nicht sparen in schlech- ten Zeiten, ausgeben den Mammon! So erklärt Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck, einst Chefvolkwirt bei der UNOOrganisation für Welthandel und Entwicklung in Genf, einziger Weg, um aus dieser Rezession heraus zu kommen, sei Geld auszugeben. »Es gibt keine Wirtschaft, die ohne Schulden funktioniert, wenn gleichzeitig gespart wird.«

Unter Ökonomen gelten drei Prozent Wachstum als notwendig, um man das bestehende System zu erhalten. Weniger, womöglich Rezession wird als Katastrophe dargestellt. Auch Ökonom Norbert Reuter, Mitglied des Ver.di-Bundesvorstands und bis 2013 sachverständiges Mitglied der Enquetekommission »Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität« des Deutschen Bundestages, betont, dass ohne Wachstum, sprich Konsum, nichts funktioniert, obschon er für eine andere Art des Wachstums ist. So erklärt er in der TAZ: »Wir müssen weg vom Starren auf das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und hin zu qualitativen Beschreibungen … Wir brauchen den ökologischen Umbau, eine andere, grüne, mehr mitbestimmte Produktion, wir müssen an den demografischen Wandel denken – also mehr Pfleger, mehr Bildung, mehr Kitas, kurz: mehr soziale Dienstleistungen. Gegen ein solches Wachstum hat doch niemand etwas.« Wirtschaftshistoriker und Attac-Mitglied Matthias Schmelzer indes hält »gutes Wachstum« für eine Illusion. Solange es Wachstum gebe, gebe es auch mehr Ressourcenverbrauch oder jedenfalls nicht die nötige Verminderung, betont der Mitautor des Buchs „Postwachstum – Krise, ökologische Grenzen, soziale Rechte« Die Frage hier ist freilich »Wie viel ist genug?« So übertitelten der britische Wirtschaftshistoriker Robert Skidelsky und sein Sohn, Philosoph Edward Skidelsky, ihr Ende 2013 erschienenes Buch über »Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens«. Sie beziehen sich dabei auf ihren legendären Landsmann, den britischen Wirtschaftswissenschaftler John Keynes. Der beschrieb schon in den 30er-Jahren, dass der Kapitalismus irgendwann allein zur Ruhe kommen werde, wenn die Menschheit satt und zufrieden sei. Und nach den Skidelskys, die wie DM-Gründer Götz Werner für ein Grundeinkommen plädieren, ist das Leben – in allen Kulturen – gut, wenn sieben Grundbedürfnisse befriedigt sind: Der Mensch brauche Gesundheit, Sicherheit, Respekt, Entfaltung der Persönlichkeit, Harmonie mit der Natur, Freundschaft und Muße. Doch viele Menschen, so resümieren Vater und Sohn, würden das Gefühl des »Satt seins« nicht mehr kennen. Sie gewöhnten sich an neuen Wohlstand und lebten im Wahn, dass ständige Steigerung zu einem glücklicheren Leben führe. Das System des Wachstums werde von tief verwurzeltem Mangeldenken und der Gier angetrieben. Auch der viel propagierten These, Konsum rege die Wirtschaft an, erteilen die beiden eine Abfuhr. Die Produktion solle den Konsum ermöglichen, nicht umgekehrt. Ihr Fazit: »endloses Wachstum ist sinnlos«.

Ähnlich beschrieben es die Filmemacher und Autoren John de Graaf und David Wann sowie der Ökonom Thomas Naylor bereits in ihrem 2002 erschienenen Klassiker »Affl uenza – Zeitkrankheit Konsum«. »Wir fürchten uns vor Sinn- und Nutzlosigkeit – darum verbringen wir unser ganzes Leben damit, uns einzureden, wie unbezwingbar wir doch sind«, so Naylor in der Zeitschrift ÖkologiePolitik. Konsum gaukele uns ewiges Leben und absolute Sicherheit in einer ansonsten unsicheren, sinnlosen Welt vor. »Wir glauben, dass wir unser ganzes Leben in einem Zustand nicht enden wollender Selbstverwirklichung verbringen können, ohne aber auf der anderen Seite einen psychischen Preis für das Leben in hemmungsloser Vergnügungssucht zahlen zu müssen. Unser Selbstwertgefühl beruht vollständig auf dem, was wir selbst besitzen und konsumieren, und nicht auf dem, was wir wirklich sind.« Sein Fazit: »Affl uenza wird niemals durch bloßen passiven Widerstand ausgerottet werden, es bedarf schon off ener Rebellion gegen das System.

• Petra Mostbacher-Dix

 

Immer mehr Zeug aber weniger Zeit

Wir tauschen Zeit gegen Geld gegen Zeug. Und das in einem Ausmaß, dass kaum Zeit bleibt für das Zeug. Um zu tun, was man mit Zeug eben so tut. Es benutzen, anstatt es nur zu besitzen. Es genießen. Sich an dem Zeug erfreuen nicht nur an seinem Besitz. Krempel, Sachen, Dinge, Staubfänger, Dekoration. Zeug. Zeugen unseres Wohlstands. Konsum als Selbstzweck. Konsumieren, damit konsumiert ist. Kaufen um zu kaufen, nicht um zu gebrauchen. Brauchen versus Habenwollen. Weil man will, nicht weil man muss. Weil man kann. Just because.

Konsum. Das kommt ja aus dem Lateinischen. »consumere«: verbrauchen, aufbrauchen, erschöpfen, verwenden, verschwenden. »consumo«: ich verbrauche. »consumimus«: wir verbrauchen. »consumemus«: wir werden verbrauchen. Das hab’ ich mir nicht ausgedacht, das ist Futur I. Das ist die Zukunft . Ziemlich sicher. Wir werden verbrauchen. Wir werden verschwenden. Wir werden aufbrauchen. Bis nichts mehr da ist. Nicht mehr übrig. Nichts zu vererben. Pech gehabt übern.chste Generation. Voll sorry, hey. Aber läuft bei uns, lol.

Oder wir finden einen anderen Weg. Früher oder später gezwungenermaßen. Das hat schon öfter funktioniert. Die Menschheit ist ja relativ einfallsreich, wenn’s eng wird. Allerdings erst dann. Wenn’s nicht mehr anders geht. Eiszeit? Lagerfeuer. Mammut? Speerwurf. Dunkelheit? Elektrisches Licht. Ölkrise? Autofreier Sonntag. Zack, Problem gelöst. Auf jeden Fall vertagt. Hoch die Tassen!

Und was dieses Mal? Zum Beispiel: Boykott. Der kommt seinerseits vom irischen Grundstücksverwalter Charles Cunnigham Boycott, der Ende des 19. Jahrhunderts so ein arschiger Landlord und landlordiger Arsch war, dass damals alle kurzerhand beschlossen haben, fürderhin einfach nicht mehr für ihn zu arbeiten oder Geschäfte mit ihm zu machen, sollte er sein Gebaren nicht schleunigst ändern. Da saß er dann. Allein und verlassen und musste netter zu den Menschen sein. Was für ein großartiger Erfolg. Das ist zwar lange her, also Vergangenheit und nicht Futur, aber ausgedacht hab’ ich mir’s (hoffentlich) trotzdem nicht. Das tatsächliche Futur I: wir werden boykottieren, beziehungsweise: wir werden aufhören bei unfairen, unfreundlichen, gierigen, profitfokussierten, ausnutzenden, weltmonopolanstrebenden, manipulativen, eben schlicht arschigen Unternehmen zu kaufen, ist leider eher unwahrscheinlich. Das war ja immer schon so, sicherlich auch schon vor Lebzeiten des Herrn Boycott, dass es lange dauert, bis was passiert. Bis sich was ändert, muss schon verdammt viel zusammenkommen, müssen schon viele, viele, also so richtig viele, so total viele, eigentlich fast alle Menschen persönlich und konkret davon betroffen sein. Bevor nichts passiert, passiert auch nichts. Solange die Flüchtlinge im Mittelmeer und nicht in der Nordsee ertrinken, solange die Kinder in Beirut und nicht in Bayreuth verhungern, solange die Polizei in Ferguson und nicht in Feuerbach schwarze Jugendliche erschießt, ist das ja alles nicht unser Problem. Nicht so richtig. Das sind nur Nachrichten. Ein Glück. Und eine Frage der Zeit.

  • Philipp J. Schmidt

Das Meer (mehr?) der Möglichkeiten

Wer sich für etwas entscheidet, entscheidet sich auch immer gegen etwas. Hätte ich damals nicht auf meinen Mann gehört! Ja, was wäre dann? Der Satz wurde nie zu Ende geführt. Zumindest bislang nicht. Wahrscheinlich weiß die Person, die so jammert, selbst nicht, was dann gewesen wäre. Woher auch? Schließlich ging sie einen anderen Weg – den sie aus heutiger Sicht dummerweise als den falschen ansieht. Das müssen Freunde und Angehörige in ermüdender Regelmäßigkeit mit anhören. Ein Meer der Reue mit einer Priese Bitterkeit. Auch Trauer ist dabei. Tatsache ist, bei manchen Menschen bleibt es nicht bei dem einen Mal Reue. Es scheint nicht dieses eine Ereignis zu sein, dass so völlig verkorkst, so eine völlig falsche Entscheidung war. Es ist eher wie ein Pilz, der sich hartnäckig ins Leben der Befallenen frisst, darin mäandert und zahlreiche Ereignisse anfällt. Hätte ich doch einen anderen Beruf gelernt, wäre ich doch bloß nicht weggegangen, wäre ich doch damals noch zu anderen Ärzten gegangen, hätte ich ihn doch nicht verlassen, hätte ich doch gestern zugegriffen und die Tasche gekauft undundund. Manche Vorwürfe, die man sich selber und dem Schicksal macht haben freilich einen wahren Kern. Schön blöd war man! Aber hey, shit happens!

Vorwürfe darf man sich dennoch machen, andere dürfen einem Vorwürfe machen. Aber Vorwürfe sind weder konstruktiv noch in jedem Fall berechtigt. Denn meist gab es Gründe, warum man sich für etwas so und nicht anders entschied. Gründe, die mitunter auch heute noch Gewicht hätten. Etwa Angst vor dem Unbekannten, Sicherheitsdenken, Eile, Vernunft (oder angebliche Vernunft), Sorglosigkeit oder auch die falsche Einschätzung einer Situation. So gesehen folgte man unter derlei Einflüssen selten dem Bauchgefühl. Und eigentlich, ist man nicht bereits am Lebensende angekommen, gäbe es da ja noch die Chance, es in Zukunft anders zu machen. Selbst mit 80 Jahren sind noch einige Türen offen, wenn auch zugegebenermaßen nicht mehr so viele. Aber sind wir doch mal ehrlich, die meisten Türen schlägt man sich sowieso selbst vor der Nase zu – oder öffnet sie erst gar nicht. Ist gar nicht neugierig, was sich dahinter verbirgt. Aus oben genannten Gründen, oder mangels Fantasie. Oder mangels Energie. Das Leben kann einen ja schon müde machen.

Wäre ich dünner, würde ich mich besser fühlen und die anderen fänden mich attraktiver. Wäre ich schlauer, könnte ich alle in Grund und Boden reden. Hätte ich mehr Geld, könnte ich mehr Gutes tun. Hätte ich eine größere Wohnung, würde ich mich wohler fühlen, könnte aufatmen, hätte mehr Raum für mich und meine Ideen. Oder ich hätte mehr Falten, wäre unbeliebter, weil mich alle für eine Besserwisserin hielten, würde für mein mehr Geld mehr Dinge kaufen, die man im Leben nicht braucht, hätte mehr zu putzen und aufzuräumen, keine Zeit mehr. Wer sich für etwas entscheidet, entscheidet sich immer auch gegen etwas. Das vergisst man nur leicht. Und eigentlich ist es nicht mal so wichtig, für was man sich entscheidet, es ist nur wichtig, dass man dann hinter seiner Entscheidung steht, die Vorzüge dieser Entscheidung nutzt. Und schließlich kann man sich auch oft noch umentscheiden. Also dann doch wieder eine kleinere Wohnung nehmen, dicker werden … Nichts ist vollkommen. Und das meiste Glück liegt in einem selbst.

Reue, bereuen nutzt nichts. Es nützt etwas, aus Fehlern zu lernen, wobei man auch erst mal definieren müsste, was ein Fehler ist. Es ist sicher ein Fehler, sein Leben im Konjunktiv zu führen. Oder es auf morgen zu verschieben. Schließlich hat man nur das eine. Und wer weiß, ob man’s auch noch morgen hat. Nichts ist gewiss. Außer der Moment.

  • Eva Maria Schlosser

30 Prozent System, 70 Prozent Mensch

Boris_Grundl_Bühne

In seinen Büchern beschreibt Boris Grundl guten Führungsstil, prangert die »Diktatur der Gutmenschen« an, propagiert »Steh auf! Bekenntnisse eines Optimisten« oder warnt – aktuell – davor, sich mit dem Wunsch an andere »Mach mich glücklich « selbst zu täuschen. Der Management-Trainer, der seit seinem 25. Lebensjahr im Rollstuhl sitzt und es vom Hartz IVEmpfänger zum international gefragten Coach gebracht hat, erklärt, wie wir dem Leben im Konjunktiv entfliehen.

 

»Man müsste«, »Man sollte«, »Man könnte« – derlei Formulierungen scheinen im Geschäfts- und im Privatleben wie in der Politik an der Tagesordnung. Leben wir in einer Zeit des Konjunktivs?

Um dies zu beantworten, müssen wir uns mit der Sprache beschäftigen. Was bedingt die Form des Konjunktivs, welche Motive stecken dahinter? Gehirnforscher haben durch die Existenz der Spiegelneuronen nachgewiesen wie intensiv wir andere auf emotionaler Ebene wahrnehmen und imitieren können. Heute gehen die Wissenschaftler von einem komplexen System von Spiegelneuronen im menschlichen Gehirn aus. Das führt zu emphatischen Fähigkeiten. Schon von klein an spiegeln wir die Reaktionen unserer Eltern. Wir lernen als Kinder, ob wir uns erst einmal mit Weinen beschäftigten, wenn wir hinfallen, weil unsere Mutter oder unser Vater überreagiert haben – oder ob wir wieder aufstehen und weitergehen. Sehr früh bauen wir also die Fähigkeit auf, andere Menschen wahrzunehmen.

Daraus folgt?

Durch unsere Empathie erkennen wir die Defizite anderer sehr schnell. Treffen wir etwa ein anderes Paar, spüren wir, was in deren Beziehung stimmt oder nicht. Das führt schnell dazu, dass wir uns den anderen überlegen fühlen. Das heißt noch lange nicht, dass dem so ist. Dann entsteht durch die Fähigkeit, Defizite anderer Menschen wahrzunehmen und uns zu vergleichen eine Überlegenheitsillusion. Diese sagt uns – bleiben wir beim Beispiel des Paares – »bei den beiden ist aber der Wurm drin, meine Beziehung ist besser«. Im Geschäftsleben würde das uns vielleicht zu dem Schluss bringen, ich leiste mehr als jemand anderes, ich müsste auch mehr verdienen.

Das bedeutet für den Konjunktiv?

Das Wahrnehmen, die Überlegenheitsillusion, gepaart mit einem – gerade in Deutschland, der Schweiz und Österreich ausgeprägten – Dominanzstreben auch bei alltäglichen Dingen, lässt uns denken, wir wüssten Bescheid und hätten Lösungen. Doch um Dinge wirklich zu ändern, braucht es Einfluss und Macht. Und die meisten haben das nicht, sie fühlen sich machtlos. Und um etwas zu ändern, müssten sie sich einbringen, aktiv werden und anstrengen. Aus der Spannung »so müsste es laufen« und »ich kann ja nichts ändern« folgt als logische Konsequenz der Konjunktiv.

In Baden-Württemberg gibt es – bundesweit gesehen – mehr ehrenamtlich Engagierte als anderswo. Haben die Konjunktivnutzer, die alles besser wissen, nicht einfach Angst vor der Verantwortung und flüchten sich in den verbalen Eskapismus?

Wichtig ist, auf die Situation vorurteils- und vorwurfsfrei und damit klar zu blicken. Die Konjunktivnutzer wissen, wenn sie aktiv werden würden, müssten sie Verantwortung übernehmen. Und das ist ein enormer Kraftakt. Ein Beispiel: Wenn ich denke, dass der Vertrieb in meiner Firma schlecht läuft und ich könnte es besser, dann müsste ich mich eigentlich in die Position der Vertriebsleitung bringen. In der Kita oder in der Schule wiederum müsste ich mich an die Spitze des Elternbeirats wählen lassen, um Einfluss zu gewinnen. Aber jeder Lehrer, jede Lehrerin kennt: In der Regel schauen alle auf den Fußboden, wenn es um die Kandidatenlisten der Beiratswahlen geht.

Aber diese Position ist doch besser als nur besserwisserisch herumzunörgeln!

Andersherum gilt aber: Diese Position ist anstrengend und sehr undankbar. Es gibt so viele, die einen dann statt zu unterstützen kritisieren, selbst alles besser wissen – im Konjunktiv. Dafür gibt es zig Beispiele in allen Bereichen und auf allen Ebenen. Es gibt 82 Millionen Fußballbundestrainer auf dem Sofa. Aber nur einen Jogi Löw, der den Druck in einen Titel verwandelt hat. Fragen Sie ihn einmal, wie oft er kritisiert wurde. Der Titel ist sicher für ihn ein emotionaler Befreiungsschlag. Aber nur bis zur Europa-
meisterschaft …

Nach Soziologen, Psychologen oder Philosophen wie Peter Sloterdijk über- fordert uns die multioptionale Gesellschaft. Macht die Freiheit uns krank oder müssen wir nur lernen, mit ihr umzugehen?

Nach dem Philosoph Martin Heidegger – verkürzt gesprochen – erwächst Angst aus der Freiheit zur Entscheidung. Entscheiden zu können, bedeutet frei zu sein. In Ägypten geben Menschen ihr Leben, damit andere in Zukunft wählen dürfen, bei uns lag kürzlich die Wahlbeteiligung in Sachsen- Anhalt bei nicht mal 50 Prozent. Das ist eine Frechheit! Doch Freiheit erfordert eine Verantwortung, die wir für jede Entscheidung übernehmen: Denn unsere Entscheidungen kommen als Bumerang vom Leben zurück. Also, Freiheit meint Entscheidungsfähigkeit, das bedeutet Verantwortung. Das Problem: Wir wollen das Positive der Freiheit, aber wir wollen nicht den Preis – das vermeintlich Negative – dafür bezahlen, ergo der Konjunktiv. In der Wirkung übernimmt dann ein Teil der Menschen immer mehr Verantwortung, während der andere Teil immer mehr Verantwortung abgibt. Dadurch geht die Schere konstant weiter auseinander.

Woran liegt das?

Das hat viele Gründe, historische, wie jeweils individuell familiäre. Jeder von uns trägt sein Päckchen von klein auf mit sich, das ist einfach so – ohne Eltern oder Umstände dafür Vorwürfe machen zu wollen. Aber das Leben zeigt, auch Menschen aus widrigsten Umständen schaffen es nach oben. Irgendwann muss ich als Erwachsener Verantwortung für mich übernehmen und fragen, wie ich mein Leben transformieren kann. Wie erkenne ich hemmende Prägungen aus der Vergangenheit und werde davon frei? Ein Manko unserer Gesellschaft ist sicher auch unser Perfektionismus und unsere schwach entwickelte Fehlerkultur. Wer entscheidet, macht auch Fehler. Es muss möglich sein, diese zu revidieren. Bei uns herrscht immer noch eine alte Denke. Fehler müssen um jeden Preis vermieden werden – und wenn sie passieren, werden sie möglichst totgeschwiegen. Inwieweit dies alles nun systembedingt ist, uns also die multioptionale Gesellschaft überfordert, darüber kann man sich trefflich streiten. Während Sloterdijk eher über die Schwäche des Systems argumentiert, ist mein Ansatz das Individuum. Mein Plädoyer lautet: Schau in den Spiegel und erlange durch Selbstverantwortung und Selbstbestimmtheit Freiheit.

Wie viel Einfluss hat das System, wie viel das Individuum?

Sollte ich es in Prozenten ausdrücken, würde ich sagen 30 Prozent sind systembedingt, 70 Prozent bedingt der Mensch. Jedoch nur in unseren demo- kratisch sehr gefestigten Kulturen! In Regimes und Diktaturen sind 95 Prozent systembedingt. Doch wenn hier in Europa eine Veränderung vom Individuum ausgeht, kann sie ins Kollektiv überschlagen und das System umformen. Die Wende ist ein gutes Beispiel, die Menschen haben diese vollbracht. Zwar hat in der einstigen DDR das System dem Individuum viele Entscheidungen abgenommen, dennoch war die soziale Norm, der menschliche Zusammenhalt stärker. In der BRD wiederum war die Marktnorm stärker. Im Westen hätten wir von der sozialen Norm der DDR lernen sollen, indes haben wir unsere Marktnorm in den Osten gebracht. Und dort war es für die Menschen schwer, plötzlich Entscheidungen zu treffen – sie waren das ja nicht gewohnt.

Wie lernen wir also Entscheidungen zu treffen und dem konjunktiven »Aussitzen «, wie es auch so mancher in der Politik vorlebt, zu entkommen?

Mit vier einfachen Steuerungsknöpfen: Ziele und Selbstverantwortung, Wissen und Erfahrung. Wer Ziele verinnerlicht gepaart mit Selbstvertrauen hat, ist engagiert und emotional aufgeladen: Der Antrieb ist da, sich verantwortlich zu engagieren. Dazu braucht es wiederum Wissen und Erfahrung, was letztlich die Kompetenz eines Individuums ausmacht. Alle vier Punkte gehören zusammen. Wenn jemand wahnsinnig ambitioniert ist, aber kein Wissen hat, nutzt das genauso wenig, wie jemand mit Wissen, aber ohne Lust, es anzuwenden.

Wie können die vier Steuerungsknöpfe in Alltag, Politik oder Unternehmen und von so manchen Zeitgenossen in der Narzissmusfalle umgesetzt werden?

Gleich ob Chef, Sekretärin, Abteilungsleiter oder Mitarbeiter: Bedienen Sie nie deren Narzissmus und überzogenes Ego, das führt zur gegenseitigen emotionalen Prostitution. Durch mangelnden Selbstwert benutzen manche ihr Smartphones mittels ständiger Erreichbarkeit als Selbstbestätigungsfalle – und beklagen sich dann, dass alle was von ihnen wollen. Man kann einfach sein Telefon ausschalten! Das Zeichen ist damit nicht, dass sie gerne Verantwortung übernehmen, sondern »Ich will gebraucht werden und wichtig sein«. Eine starke Führungskraft leitet nicht von oben herab über Angst, sondern über Sinn: Er oder sie muss sich in Gesprächen ein Bild über die inneren Ziele, das Wissen und die Erfahrung der Mitarbeiter bilden und mit Sinn verknüpfen. So können gemeinsam mit den Mitarbeitern Dinge entwickelt werden – und daraus entsteht eine enorme Dynamik.

Apropos Angst, der ehemalige österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel spricht vom Konjunktiv als Feind des Mutes und dass wir in einer Angstgesellschaft lebten. Sie sprechen von der Angst vor der Angst. Wie entkommen wir diesem Teufelskreis?

Schüssel hat Recht. Mit Angst kann man prima herrschen und unterdrücken. Ängste haben wir alle, evolutionsbiologisch sind sie ein Schutzmechanismus, der die Sinne schärft. Aber: Wir leben nicht mehr in der Steinzeit. Heute bestimmen vor allem Konventionen der Gesellschaft unsere Ängste. Angst vor Krankheit, Angst vor Verlust des Ansehens, Angst vor Ablehnung oder die Angst vor der Angst. Was bleibt beispielsweise von uns, wenn all die Statussymbole fehlen, das Smartphone, der Flitzer, das Haus, die Designerklamotten? Da sind wir bei der Substanz und der Frage, ob ich mehr Herr oder Sklave meiner Ängste bin. Verstecken geht dabei nicht mehr. Denn durch die sozialen Medien nimmt die Transparenz zu; ob ich mal über die Strenge schlage, oder eine Doktorarbeit abschreibe, immer mehr kommt heraus. Umso mehr steigt der Wunsch nach Menschen mit Substanz und Authentizität. Umso mehr wird Aufrichtigkeit zu einer starken Währung. Hier sind wir wieder am Anfang: Wir sollten nicht so sehr die anderen anschauen und ihre Authentizität bewerten, sondern ehrlich zu uns selbst sein. Das ist das schwierigste. Doch daraus kann Selbstverantwortung und damit Substanz folgen.

  • Petra Mostbacher-Dix

http://grundl-akademie.de

Hätte, hätte, Fahrradkette

Es könnte ja, es könnte ja. Also ich könnte ja. Ja, vielleicht.

Könnte ich. Also wenn man mich ließe. Sicherlich, ja. Dann

  1. Wenn man mich, dann könnte ich. So richtig könnt’ ich

dann. Also so alles so. Könnt’ ich dann. Alles. Nämlich.

Schlicht alles könnt’ ich. Dann. Wenn.

Aber alles ist halt auch viel.

Alles ist immer viel.

Alles ist meistens zu viel.

Für die meisten ist alles zu viel.

 

Die Multioptionsgesellschaft hat das Problem der fehlenden Eindeutigkeit. Alles ist möglich und vor allem muss alles möglich sein. Immer und auch bleiben. Zu jedem Zeitpunkt muss jede Option gegeben sein. Am besten für immer. Sich festlegen bedeutet Möglichkeiten einzubü.en. Aufzugeben. Zu verlieren. Jede getroffene Entscheidung schließt alle anderen, nicht getroffenen aus. Jedes Ja bedeutet unendlich viele Neins. Furchtbare Konsequenz der Kausalität.

Im Detail heißt das: Jeder kann, jeder darf, jeder will und jeder soll alles können, dürfen, wollen und sollen. Immer und überall. Alle müssen können, alle sollen wollen. Keiner darf nicht können. Nicht wollen schon gar nicht. Die Multioptions-Chance wird zum Multioptions-Zwang, woraus der Druck (außen) und der Anspruch (innen) erwächst, dass auch jeder muss, was er kann. Im Mindesten müsste, was er könnte. Eben seine Möglichkeiten auch nutzen. Wenn er sie schon hat. Nichts verschwenden, nichts verschenken. Keine Chance verpassen. Immer das Beste aussuchen. Immer das Richtige tun. Ganz einfach: den perfekten Weg durchs Leben finden, anhand stets richtiger Entscheidungen.

Das kann ja nur schief gehen. Es muss. Und es darf. Das weiß aber nicht jeder. Die Angst, sich falsch zu entscheiden lastet schwer und erzeugt automatisch und unausweichlich Ziel- und Orientierungslosigkeit. Alternativlos. Das unausgesetzte Offenhalten aller Wahlmöglichkeiten führt zur Enthaltung. Vom Leben, pathetisch formuliert.

Feste Bindungen, Verantwortung und Konsequenz sind dabei nämlich nur hinderlich. Können nichts anderes sein als hinderlich. Sehen schon von weitem nicht gut aus. Stehen nur im Weg rum, nehmen Platz weg und werden weiträumig gemieden. Oft genug schlicht ignoriert. Nicht als Option wahrgenommen. Nicht als Möglichkeit akzeptiert. Damit irrelevant. Nicht auf der Liste, nicht existent. Endgültigkeit darf nicht sein und kann eben deswegen auch nicht sein.

Ebensowenig auf dem Wahlzettel steht allerdings Vergänglichkeit. Sie wird ebenso gefürchtet und durch Ignoranz gemieden wie Endgültigkeit. Alles wird dokumentiert, alles wird festgehalten. Gespeichert und abgelegt für wen auch immer. Für eine potentielle Nachwelt, die ein potentielles Interesse daran haben könnte. Unter Umständen. Eventuell. Möglicherweise. Aber eher nicht. Alles bleibt ohne Konsequenzen, ohne Folgen, ohne Wirkung. Archäologen der Zukunft werden nicht das Problem haben, dass sie nur ein paar vertrocknete Scherben finden und sich daraus ableiten müssen, wie die Römer auf dem Klo saßen. Nein, sie werden sich durch Abermillionen identischer Photos von Essen und Katzen wühlen müssen. Und daraus auf die Umstände in der längst untergegangenen Gesellschaft schließen. Oje. …

Gemeinsamkeit: auch bei der Flucht vor Vergänglichkeit werden keine Entscheidungen getroffen. Es wird kurzerhand alles dokumentiert. Wahllos. Ohne Auswahl oder Filter — ohne Gedanke. Auch, weil es geht. Weil es möglich ist. Endpunkt: Belanglosigkeit. Die Angst vor Endgültigem und die Flucht vor Vergänglichkeit münden in Ununterscheidbarkeit und Gleichgültigkeit. Alles geht, alles ist gleich, alles ist egal. Fatal.

Was hilft (helfen könnte, Konjunkitv!): nachdenken, entscheiden, dabei bleiben, wenn’s nicht klappt von vorne beginnen. Das ist wesentlich unterhaltsamer und nimmt so bisschen den unangenehmen Druck raus. Einfach mal drauf ankommen lassen und dann das Beste draus machen. Platz für Experimente lassen. Platz für Fehler. Platz für Neuanfänge. Was bleibt uns denn sonst übrig? Kontrolle ist Illusion und gar nicht ist schlimmer als schlecht.

  • Philipp J. Schmidt

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Kontakt, Impressum & Datenschutz

SuR – KulturPolitik für Stuttgart und Region

Herausgeber und Redaktionsleitung
Eva Maria Schlosser (V.i.S.d.P.) und Petra Mostbacher-Dix

Kontaktadressen
Eva Maria Schlosser | Forststraße 180 | 70193 Stuttgart
T 0711 – 636 28 29
Petra Mostbacher-Dix | Eichenweg 1/2 | 70839 Gerlingen
T 07156 – 434 512

redaktion@sur-kultur.net

 

Grafik, Design und Anzeigen
Ph. Schmidt / reitzen.
Böblinger Straße 41
T 0711 – 50466276

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Datenschutzerklärung
Diese Datenschutzerklärung klärt Sie über die Art, den Umfang und Zweck der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (nachfolgend kurz „Daten“) innerhalb unseres Onlineangebotes und der mit ihm verbundenen Webseiten, Funktionen und Inhalte sowie externen Onlinepräsenzen, wie z.B. unser Social Media Profile auf (nachfolgend gemeinsam bezeichnet als „Onlineangebot“). Im Hinblick auf die verwendeten Begrifflichkeiten, wie z.B. „Verarbeitung“ oder „Verantwortlicher“ verweisen wir auf die Definitionen im Art. 4 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Verantwortlicher

12null2

Kontakt: Tel.: +49 (0) 176 242 657 06 | E-Mail: info@12null2.de
Verantwortlicher für den Inhalt ist gemäß § 55 Abs. 2 Rundfunkstaatsvertrag (RStV): Philipp Schmidt | Bebelstraße 54B | 70193 Stuttgart

Arten der verarbeiteten Daten:

– Bestandsdaten (z.B., Namen, Adressen).
– Kontaktdaten (z.B., E-Mail, Telefonnummern).
– Inhaltsdaten (z.B., Texteingaben, Fotografien, Videos).
– Nutzungsdaten (z.B., besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten).
– Meta-/Kommunikationsdaten (z.B., Geräte-Informationen, IP-Adressen).

Kategorien betroffener Personen

Besucher und Nutzer des Onlineangebotes (Nachfolgend bezeichnen wir die betroffenen Personen zusammenfassend auch als „Nutzer“).

Zweck der Verarbeitung

– Zurverfügungstellung des Onlineangebotes, seiner Funktionen und Inhalte.
– Beantwortung von Kontaktanfragen und Kommunikation mit Nutzern.
– Sicherheitsmaßnahmen.
– Reichweitenmessung/Marketing

Verwendete Begrifflichkeiten

„Personenbezogene Daten“ sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden „betroffene Person“) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung (z.B. Cookie) oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind.
„Verarbeitung“ ist jeder mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführte Vorgang oder jede solche Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Der Begriff reicht weit und umfasst praktisch jeden Umgang mit Daten.
„Pseudonymisierung“ die Verarbeitung personenbezogener Daten in einer Weise, dass die personenbezogenen Daten ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer spezifischen betroffenen Person zugeordnet werden können, sofern diese zusätzlichen Informationen gesondert aufbewahrt werden und technischen und organisatorischen Maßnahmen unterliegen, die gewährleisten, dass die personenbezogenen Daten nicht einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person zugewiesen werden.
„Profiling“ jede Art der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten, die darin besteht, dass diese personenbezogenen Daten verwendet werden, um bestimmte persönliche Aspekte, die sich auf eine natürliche Person beziehen, zu bewerten, insbesondere um Aspekte bezüglich Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben, Interessen, Zuverlässigkeit, Verhalten, Aufenthaltsort oder Ortswechsel dieser natürlichen Person zu analysieren oder vorherzusagen.
Als „Verantwortlicher“ wird die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet, bezeichnet.
„Auftragsverarbeiter“ eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.

Maßgebliche Rechtsgrundlagen

Nach Maßgabe des Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen die Rechtsgrundlagen unserer Datenverarbeitungen mit. Sofern die Rechtsgrundlage in der Datenschutzerklärung nicht genannt wird, gilt Folgendes: Die Rechtsgrundlage für die Einholung von Einwilligungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 7 DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer Leistungen und Durchführung vertraglicher Maßnahmen sowie Beantwortung von Anfragen ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, und die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Wahrung unserer berechtigten Interessen ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage.

Sicherheitsmaßnahmen

Wir treffen nach Maßgabe des Art. 32 DSGVO unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen, geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.
Zu den Maßnahmen gehören insbesondere die Sicherung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten durch Kontrolle des physischen Zugangs zu den Daten, als auch des sie betreffenden Zugriffs, der Eingabe, Weitergabe, der Sicherung der Verfügbarkeit und ihrer Trennung. Des Weiteren haben wir Verfahren eingerichtet, die eine Wahrnehmung von Betroffenenrechten, Löschung von Daten und Reaktion auf Gefährdung der Daten gewährleisten. Ferner berücksichtigen wir den Schutz personenbezogener Daten bereits bei der Entwicklung, bzw. Auswahl von Hardware, Software sowie Verfahren, entsprechend dem Prinzip des Datenschutzes durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Art. 25 DSGVO).

Zusammenarbeit mit Auftragsverarbeitern und Dritten

Sofern wir im Rahmen unserer Verarbeitung Daten gegenüber anderen Personen und Unternehmen (Auftragsverarbeitern oder Dritten) offenbaren, sie an diese übermitteln oder ihnen sonst Zugriff auf die Daten gewähren, erfolgt dies nur auf Grundlage einer gesetzlichen Erlaubnis (z.B. wenn eine Übermittlung der Daten an Dritte, wie an Zahlungsdienstleister, gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zur Vertragserfüllung erforderlich ist), Sie eingewilligt haben, eine rechtliche Verpflichtung dies vorsieht oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (z.B. beim Einsatz von Beauftragten, Webhostern, etc.).
Sofern wir Dritte mit der Verarbeitung von Daten auf Grundlage eines sog. „Auftragsverarbeitungsvertrages“ beauftragen, geschieht dies auf Grundlage des Art. 28 DSGVO.

Übermittlungen in Drittländer

Sofern wir Daten in einem Drittland (d.h. außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)) verarbeiten oder dies im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter oder Offenlegung, bzw. Übermittlung von Daten an Dritte geschieht, erfolgt dies nur, wenn es zur Erfüllung unserer (vor)vertraglichen Pflichten, auf Grundlage Ihrer Einwilligung, aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen geschieht. Vorbehaltlich gesetzlicher oder vertraglicher Erlaubnisse, verarbeiten oder lassen wir die Daten in einem Drittland nur beim Vorliegen der besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO verarbeiten. D.h. die Verarbeitung erfolgt z.B. auf Grundlage besonderer Garantien, wie der offiziell anerkannten Feststellung eines der EU entsprechenden Datenschutzniveaus (z.B. für die USA durch das „Privacy Shield“) oder Beachtung offiziell anerkannter spezieller vertraglicher Verpflichtungen (so genannte „Standardvertragsklauseln“).

Rechte der betroffenen Personen

Sie haben das Recht, eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob betreffende Daten verarbeitet werden und auf Auskunft über diese Daten sowie auf weitere Informationen und Kopie der Daten entsprechend Art. 15 DSGVO.
Sie haben entsprechend. Art. 16 DSGVO das Recht, die Vervollständigung der Sie betreffenden Daten oder die Berichtigung der Sie betreffenden unrichtigen Daten zu verlangen.
Sie haben nach Maßgabe des Art. 17 DSGVO das Recht zu verlangen, dass betreffende Daten unverzüglich gelöscht werden, bzw. alternativ nach Maßgabe des Art. 18 DSGVO eine Einschränkung der Verarbeitung der Daten zu verlangen.
Sie haben das Recht zu verlangen, dass die Sie betreffenden Daten, die Sie uns bereitgestellt haben nach Maßgabe des Art. 20 DSGVO zu erhalten und deren Übermittlung an andere Verantwortliche zu fordern.
Sie haben ferner gem. Art. 77 DSGVO das Recht, eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einzureichen.

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, erteilte Einwilligungen gem. Art. 7 Abs. 3 DSGVO mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen

Widerspruchsrecht

Sie können der künftigen Verarbeitung der Sie betreffenden Daten nach Maßgabe des Art. 21 DSGVO jederzeit widersprechen. Der Widerspruch kann insbesondere gegen die Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung erfolgen.

Cookies und Widerspruchsrecht bei Direktwerbung

Als „Cookies“ werden kleine Dateien bezeichnet, die auf Rechnern der Nutzer gespeichert werden. Innerhalb der Cookies können unterschiedliche Angaben gespeichert werden. Ein Cookie dient primär dazu, die Angaben zu einem Nutzer (bzw. dem Gerät auf dem das Cookie gespeichert ist) während oder auch nach seinem Besuch innerhalb eines Onlineangebotes zu speichern. Als temporäre Cookies, bzw. „Session-Cookies“ oder „transiente Cookies“, werden Cookies bezeichnet, die gelöscht werden, nachdem ein Nutzer ein Onlineangebot verlässt und seinen Browser schließt. In einem solchen Cookie kann z.B. der Inhalt eines Warenkorbs in einem Onlineshop oder ein Login-Status gespeichert werden. Als „permanent“ oder „persistent“ werden Cookies bezeichnet, die auch nach dem Schließen des Browsers gespeichert bleiben. So kann z.B. der Login-Status gespeichert werden, wenn die Nutzer diese nach mehreren Tagen aufsuchen. Ebenso können in einem solchen Cookie die Interessen der Nutzer gespeichert werden, die für Reichweitenmessung oder Marketingzwecke verwendet werden. Als „Third-Party-Cookie“ werden Cookies bezeichnet, die von anderen Anbietern als dem Verantwortlichen, der das Onlineangebot betreibt, angeboten werden (andernfalls, wenn es nur dessen Cookies sind spricht man von „First-Party Cookies“).
Wir können temporäre und permanente Cookies einsetzen und klären hierüber im Rahmen unserer Datenschutzerklärung auf.
Falls die Nutzer nicht möchten, dass Cookies auf ihrem Rechner gespeichert werden, werden sie gebeten die entsprechende Option in den Systemeinstellungen ihres Browsers zu deaktivieren. Gespeicherte Cookies können in den Systemeinstellungen des Browsers gelöscht werden. Der Ausschluss von Cookies kann zu Funktionseinschränkungen dieses Onlineangebotes führen.
Ein genereller Widerspruch gegen den Einsatz der zu Zwecken des Onlinemarketing eingesetzten Cookies kann bei einer Vielzahl der Dienste, vor allem im Fall des Trackings, über die US-amerikanische Seite http://www.aboutads.info/choices/oder die EU-Seite http://www.youronlinechoices.com/ erklärt werden. Des Weiteren kann die Speicherung von Cookies mittels deren Abschaltung in den Einstellungen des Browsers erreicht werden. Bitte beachten Sie, dass dann gegebenenfalls nicht alle Funktionen dieses Onlineangebotes genutzt werden können.

Löschung von Daten

Die von uns verarbeiteten Daten werden nach Maßgabe der Art. 17 und 18 DSGVO gelöscht oder in ihrer Verarbeitung eingeschränkt. Sofern nicht im Rahmen dieser Datenschutzerklärung ausdrücklich angegeben, werden die bei uns gespeicherten Daten gelöscht, sobald sie für ihre Zweckbestimmung nicht mehr erforderlich sind und der Löschung keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Sofern die Daten nicht gelöscht werden, weil sie für andere und gesetzlich zulässige Zwecke erforderlich sind, wird deren Verarbeitung eingeschränkt. D.h. die Daten werden gesperrt und nicht für andere Zwecke verarbeitet. Das gilt z.B. für Daten, die aus handels- oder steuerrechtlichen Gründen aufbewahrt werden müssen.
Nach gesetzlichen Vorgaben in Deutschland, erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 10 Jahre gemäß §§ 147 Abs. 1 AO, 257 Abs. 1 Nr. 1 und 4, Abs. 4 HGB (Bücher, Aufzeichnungen, Lageberichte, Buchungsbelege, Handelsbücher, für Besteuerung relevanter Unterlagen, etc.) und 6 Jahre gemäß § 257 Abs. 1 Nr. 2 und 3, Abs. 4 HGB (Handelsbriefe).
Nach gesetzlichen Vorgaben in Österreich erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 7 J gemäß § 132 Abs. 1 BAO (Buchhaltungsunterlagen, Belege/Rechnungen, Konten, Belege, Geschäftspapiere, Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben, etc.), für 22 Jahre im Zusammenhang mit Grundstücken und für 10 Jahre bei Unterlagen im Zusammenhang mit elektronisch erbrachten Leistungen, Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehleistungen, die an Nichtunternehmer in EU-Mitgliedstaaten erbracht werden und für die der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) in Anspruch genommen wird.

Vertragliche Leistungen

Wir verarbeiten die Daten unserer Vertragspartner und Interessenten sowie anderer Auftraggeber, Kunden, Mandanten, Klienten oder Vertragspartner (einheitlich bezeichnet als „Vertragspartner“) entsprechend Art. 6 Abs. 1 lit. b. DSGVO, um ihnen gegenüber unsere vertraglichen oder vorvertraglichen Leistungen zu erbringen. Die hierbei verarbeiteten Daten, die Art, der Umfang und der Zweck und die Erforderlichkeit ihrer Verarbeitung, bestimmen sich nach dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis.
Zu den verarbeiteten Daten gehören die Stammdaten unserer Vertragspartner (z.B., Namen und Adressen), Kontaktdaten (z.B. E-Mailadressen und Telefonnummern) sowie Vertragsdaten (z.B., in Anspruch genommene Leistungen, Vertragsinhalte, vertragliche Kommunikation, Namen von Kontaktpersonen) und Zahlungsdaten (z.B., Bankverbindungen, Zahlungshistorie).
Besondere Kategorien personenbezogener Daten verarbeiten wir grundsätzlich nicht, außer wenn diese Bestandteile einer beauftragten oder vertragsgemäßen Verarbeitung sind.
Wir verarbeiten Daten, die zur Begründung und Erfüllung der vertraglichen Leistungen erforderlich sind und weisen auf die Erforderlichkeit ihrer Angabe, sofern diese für die Vertragspartner nicht evident ist, hin. Eine Offenlegung an externe Personen oder Unternehmen erfolgt nur, wenn sie im Rahmen eines Vertrags erforderlich ist. Bei der Verarbeitung der uns im Rahmen eines Auftrags überlassenen Daten, handeln wir entsprechend den Weisungen der Auftraggeber sowie der gesetzlichen Vorgaben.
Im Rahmen der Inanspruchnahme unserer Onlinedienste, können wir die IP-Adresse und den Zeitpunkt der jeweiligen Nutzerhandlung speichern. Die Speicherung erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen, als auch der Interessen der Nutzer am Schutz vor Missbrauch und sonstiger unbefugter Nutzung. Eine Weitergabe dieser Daten an Dritte erfolgt grundsätzlich nicht, außer sie ist zur Verfolgung unserer Ansprüche gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO erforderlich oder es besteht hierzu eine gesetzliche Verpflichtung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. c. DSGVO.
Die Löschung der Daten erfolgt, wenn die Daten zur Erfüllung vertraglicher oder gesetzlicher Fürsorgepflichten sowie für den Umgang mit etwaigen Gewährleistungs- und vergleichbaren Pflichten nicht mehr erforderlich sind, wobei die Erforderlichkeit der Aufbewahrung der Daten alle drei Jahre überprüft wird; im Übrigen gelten die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten.

Administration, Finanzbuchhaltung, Büroorganisation, Kontaktverwaltung

Wir verarbeiten Daten im Rahmen von Verwaltungsaufgaben sowie Organisation unseres Betriebs, Finanzbuchhaltung und Befolgung der gesetzlichen Pflichten, wie z.B. der Archivierung. Hierbei verarbeiten wir dieselben Daten, die wir im Rahmen der Erbringung unserer vertraglichen Leistungen verarbeiten. Die Verarbeitungsgrundlagen sind Art. 6 Abs. 1 lit. c. DSGVO, Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO. Von der Verarbeitung sind Kunden, Interessenten, Geschäftspartner und Websitebesucher betroffen. Der Zweck und unser Interesse an der Verarbeitung liegt in der Administration, Finanzbuchhaltung, Büroorganisation, Archivierung von Daten, also Aufgaben die der Aufrechterhaltung unserer Geschäftstätigkeiten, Wahrnehmung unserer Aufgaben und Erbringung unserer Leistungen dienen. Die Löschung der Daten im Hinblick auf vertragliche Leistungen und die vertragliche Kommunikation entspricht den, bei diesen Verarbeitungstätigkeiten genannten Angaben.
Wir offenbaren oder übermitteln hierbei Daten an die Finanzverwaltung, Berater, wie z.B., Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer sowie weitere Gebührenstellen und Zahlungsdienstleister.
Ferner speichern wir auf Grundlage unserer betriebswirtschaftlichen Interessen Angaben zu Lieferanten, Veranstaltern und sonstigen Geschäftspartnern, z.B. zwecks späterer Kontaktaufnahme. Diese mehrheitlich unternehmensbezogenen Daten, speichern wir grundsätzlich dauerhaft.

Kommentare und Beiträge

Wenn Nutzer Kommentare oder sonstige Beiträge hinterlassen, können ihre IP-Adressen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO für 7 Tage gespeichert werden. Das erfolgt zu unserer Sicherheit, falls jemand in Kommentaren und Beiträgen widerrechtliche Inhalte hinterlässt (Beleidigungen, verbotene politische Propaganda, etc.). In diesem Fall können wir selbst für den Kommentar oder Beitrag belangt werden und sind daher an der Identität des Verfassers interessiert.
Des Weiteren behalten wir uns vor, auf Grundlage unserer berechtigten Interessen gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO, die Angaben der Nutzer zwecks Spamerkennung zu verarbeiten.
Die im Rahmen der Kommentare und Beiträge angegebenen Daten, werden von uns bis zum Widerspruch der Nutzer dauerhaft gespeichert.

Akismet Anti-Spam-Prüfung

Unser Onlineangebot nutzt den Dienst „Akismet“, der von der Automattic Inc., 60 29th Street #343, San Francisco, CA 94110, USA, angeboten wird. Die Nutzung erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO. Mit Hilfe dieses Dienstes werden Kommentare echter Menschen von Spam-Kommentaren unterschieden. Dazu werden alle Kommentarangaben an einen Server in den USA verschickt, wo sie analysiert und für Vergleichszwecke vier Tage lang gespeichert werden. Ist ein Kommentar als Spam eingestuft worden, werden die Daten über diese Zeit hinaus gespeichert. Zu diesen Angaben gehören der eingegebene Name, die Emailadresse, die IP-Adresse, der Kommentarinhalt, der Referrer, Angaben zum verwendeten Browser sowie dem Computersystem und die Zeit des Eintrags.
Nähere Informationen zur Erhebung und Nutzung der Daten durch Akismet finden sich in den Datenschutzhinweisen von Automattic: https://automattic.com/privacy/.
Nutzer können gerne Pseudonyme nutzen, oder auf die Eingabe des Namens oder der Emailadresse verzichten. Sie können die Übertragung der Daten komplett verhindern, indem Sie unser Kommentarsystem nicht nutzen. Das wäre schade, aber leider sehen wir sonst keine Alternativen, die ebenso effektiv arbeiten.

Abruf von Emojis und Smilies

Innerhalb unseres WordPress-Blogs werden grafische Emojis (bzw. Smilies), d.h. kleine grafische Dateien, die Gefühle ausdrücken, eingesetzt, die von externen Servern bezogen werden. Hierbei erheben die Anbieter der Server, die IP-Adressen der Nutzer. Dies ist notwendig, damit die Emojie-Dateien an die Browser der Nutzer übermittelt werden können. Der Emojie-Service wird von der Automattic Inc., 60 29th Street #343, San Francisco, CA 94110, USA, angeboten. Datenschutzhinweise von Automattic: https://automattic.com/privacy/. Die verwendeten Server-Domains sind s.w.org und twemoji.maxcdn.com, wobei es sich unseres Wissens nach um sog. Content-Delivery-Networks handelt, also Server, die lediglich einer schnellen und sicheren Übermittlung der Dateien dienen und die personenbezogenen Daten der Nutzer nach der Übermittlung gelöscht werden.
Die Nutzung der Emojis erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen, d.h. Interesse an einer attraktiven Gestaltung unseres Onlineangebotes gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO.

Soundcloud

Unsere Podcasts werden auf der Plattform „Soundcloud“, angeboten von SoundCloud Limited, Rheinsberger Str. 76/77, 10115 Berlin, Deutschland gespeichert und werden von dieser aus Platform wiedergegeben.
Zu diesem Zweck binden wir sog. Soundcloud-Widgets in unsere Website ein. Dabei handelt es sich um Abspielsoftware, mit der Nutzer die Podcasts abspielen können. Hierbei kann Soundcloud messen, welche Podcasts in welchem Umfang gehört werden und diese Information pseudonym für statistische und betriebswirtschaftliche Zwecke verarbeiten. Hierzu können Cookies in den Browsern der Nuzer gespeichert und zwecks Bildung von Nutzerprofilen, z.B. für Zwecke der Ausgabee von Anzeigen, die den potentiellen Interessen der Nutzer entsprechen, verarbeitet werden. Im Fall von Nutzern, die bei Soundcloud registriert sind, kann Soundcloud die Hörinformationen deren Profilen zuordnen.
Die Nutzung erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen, d.h. Interesse an einer sicheren und effizienten Bereitstellung, Analyse sowie Optimierung unseres Audioangebotes gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO.
Weitere Informationen und Widerspruchsmöglichkeiten finden sich in der Datenschutzerklärung von Soundcloud: https://soundcloud.com/pages/privacy.

Hosting und E-Mail-Versand

Die von uns in Anspruch genommenen Hosting-Leistungen dienen der Zurverfügungstellung der folgenden Leistungen: Infrastruktur- und Plattformdienstleistungen, Rechenkapazität, Speicherplatz und Datenbankdienste, E-Mail-Versand, Sicherheitsleistungen sowie technische Wartungsleistungen, die wir zum Zwecke des Betriebs dieses Onlineangebotes einsetzen.
Hierbei verarbeiten wir, bzw. unser Hostinganbieter Bestandsdaten, Kontaktdaten, Inhaltsdaten, Vertragsdaten, Nutzungsdaten, Meta- und Kommunikationsdaten von Kunden, Interessenten und Besuchern dieses Onlineangebotes auf Grundlage unserer berechtigten Interessen an einer effizienten und sicheren Zurverfügungstellung dieses Onlineangebotes gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO i.V.m. Art. 28 DSGVO (Abschluss Auftragsverarbeitungsvertrag).

Erhebung von Zugriffsdaten und Logfiles

Wir, bzw. unser Hostinganbieter, erhebt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO Daten über jeden Zugriff auf den Server, auf dem sich dieser Dienst befindet (sogenannte Serverlogfiles). Zu den Zugriffsdaten gehören Name der abgerufenen Webseite, Datei, Datum und Uhrzeit des Abrufs, übertragene Datenmenge, Meldung über erfolgreichen Abruf, Browsertyp nebst Version, das Betriebssystem des Nutzers, Referrer URL (die zuvor besuchte Seite), IP-Adresse und der anfragende Provider.
Logfile-Informationen werden aus Sicherheitsgründen (z.B. zur Aufklärung von Missbrauchs- oder Betrugshandlungen) für die Dauer von maximal 7 Tagen gespeichert und danach gelöscht. Daten, deren weitere Aufbewahrung zu Beweiszwecken erforderlich ist, sind bis zur endgültigen Klärung des jeweiligen Vorfalls von der Löschung ausgenommen.

Onlinepräsenzen in sozialen Medien

Wir unterhalten Onlinepräsenzen innerhalb sozialer Netzwerke und Plattformen, um mit den dort aktiven Kunden, Interessenten und Nutzern kommunizieren und sie dort über unsere Leistungen informieren zu können. Beim Aufruf der jeweiligen Netzwerke und Plattformen gelten die Geschäftsbedingungen und die Datenverarbeitungsrichtlinien deren jeweiligen Betreiber.
Soweit nicht anders im Rahmen unserer Datenschutzerklärung angegeben, verarbeiten wir die Daten der Nutzer sofern diese mit uns innerhalb der sozialen Netzwerke und Plattformen kommunizieren, z.B. Beiträge auf unseren Onlinepräsenzen verfassen oder uns Nachrichten zusenden.

Einbindung von Diensten und Inhalten Dritter

Wir setzen innerhalb unseres Onlineangebotes auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Inhalts- oder Serviceangebote von Drittanbietern ein, um deren Inhalte und Services, wie z.B. Videos oder Schriftarten einzubinden (nachfolgend einheitlich bezeichnet als “Inhalte”).
Dies setzt immer voraus, dass die Drittanbieter dieser Inhalte, die IP-Adresse der Nutzer wahrnehmen, da sie ohne die IP-Adresse die Inhalte nicht an deren Browser senden könnten. Die IP-Adresse ist damit für die Darstellung dieser Inhalte erforderlich. Wir bemühen uns nur solche Inhalte zu verwenden, deren jeweilige Anbieter die IP-Adresse lediglich zur Auslieferung der Inhalte verwenden. Drittanbieter können ferner so genannte Pixel-Tags (unsichtbare Grafiken, auch als „Web Beacons“ bezeichnet) für statistische oder Marketingzwecke verwenden. Durch die „Pixel-Tags“ können Informationen, wie der Besucherverkehr auf den Seiten dieser Website ausgewertet werden. Die pseudonymen Informationen können ferner in Cookies auf dem Gerät der Nutzer gespeichert werden und unter anderem technische Informationen zum Browser und Betriebssystem, verweisende Webseiten, Besuchszeit sowie weitere Angaben zur Nutzung unseres Onlineangebotes enthalten, als auch mit solchen Informationen aus anderen Quellen verbunden werden.

Vimeo

Wir können die Videos der Plattform “Vimeo” des Anbieters Vimeo Inc., Attention: Legal Department, 555 West 18th Street New York, New York 10011, USA, einbinden. Datenschutzerklärung: https://vimeo.com/privacy. WIr weisen darauf hin, dass Vimeo Google Analytics einsetzen kann und verweisen hierzu auf die Datenschutzerklärung (https://www.google.com/policies/privacy) sowie Opt-Out-Möglichkeiten für Google-Analytics (http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de) oder die Einstellungen von Google für die Datennutzung zu Marketingzwecken (https://adssettings.google.com/.).

Youtube

Wir binden die Videos der Plattform “YouTube” des Anbieters Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA, ein. Datenschutzerklärung: https://www.google.com/policies/privacy/, Opt-Out: https://adssettings.google.com/authenticated.

Verwendung von Facebook Social Plugins

Wir nutzen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Social Plugins („Plugins“) des sozialen Netzwerkes facebook.com, welches von der Facebook Ireland Ltd., 4 Grand Canal Square, Grand Canal Harbour, Dublin 2, Irland betrieben wird („Facebook“). Die Plugins können Interaktionselemente oder Inhalte (z.B. Videos, Grafiken oder Textbeiträge) darstellen und sind an einem der Facebook Logos erkennbar (weißes „f“ auf blauer Kachel, den Begriffen „Like“, „Gefällt mir“ oder einem „Daumen hoch“-Zeichen) oder sind mit dem Zusatz „Facebook Social Plugin“ gekennzeichnet. Die Liste und das Aussehen der Facebook Social Plugins kann hier eingesehen werden: https://developers.facebook.com/docs/plugins/.
Facebook ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000GnywAAC&status=Active).
Wenn ein Nutzer eine Funktion dieses Onlineangebotes aufruft, die ein solches Plugin enthält, baut sein Gerät eine direkte Verbindung mit den Servern von Facebook auf. Der Inhalt des Plugins wird von Facebook direkt an das Gerät des Nutzers übermittelt und von diesem in das Onlineangebot eingebunden. Dabei können aus den verarbeiteten Daten Nutzungsprofile der Nutzer erstellt werden. Wir haben daher keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Facebook mit Hilfe dieses Plugins erhebt und informiert die Nutzer daher entsprechend unserem Kenntnisstand.
Durch die Einbindung der Plugins erhält Facebook die Information, dass ein Nutzer die entsprechende Seite des Onlineangebotes aufgerufen hat. Ist der Nutzer bei Facebook eingeloggt, kann Facebook den Besuch seinem Facebook-Konto zuordnen. Wenn Nutzer mit den Plugins interagieren, zum Beispiel den Like Button betätigen oder einen Kommentar abgeben, wird die entsprechende Information von Ihrem Gerät direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert. Falls ein Nutzer kein Mitglied von Facebook ist, besteht trotzdem die Möglichkeit, dass Facebook seine IP-Adresse in Erfahrung bringt und speichert. Laut Facebook wird in Deutschland nur eine anonymisierte IP-Adresse gespeichert.
Zweck und Umfang der Datenerhebung und die weitere Verarbeitung und Nutzung der Daten durch Facebook sowie die diesbezüglichen Rechte und Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer, können diese den Datenschutzhinweisen von Facebook entnehmen: https://www.facebook.com/about/privacy/.
Wenn ein Nutzer Facebookmitglied ist und nicht möchte, dass Facebook über dieses Onlineangebot Daten über ihn sammelt und mit seinen bei Facebook gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, muss er sich vor der Nutzung unseres Onlineangebotes bei Facebook ausloggen und seine Cookies löschen. Weitere Einstellungen und Widersprüche zur Nutzung von Daten für Werbezwecke, sind innerhalb der Facebook-Profileinstellungen möglich: https://www.facebook.com/settings?tab=ads  oder über die US-amerikanische Seite http://www.aboutads.info/choices/  oder die EU-Seite http://www.youronlinechoices.com/. Die Einstellungen erfolgen plattformunabhängig, d.h. sie werden für alle Geräte, wie Desktopcomputer oder mobile Geräte übernommen.

Twitter

Innerhalb unseres Onlineangebotes können Funktionen und Inhalte des Dienstes Twitter, angeboten durch die Twitter Inc., 1355 Market Street, Suite 900, San Francisco, CA 94103, USA, eingebunden werden. Hierzu können z.B. Inhalte wie Bilder, Videos oder Texte und Schaltflächen gehören, mit denen Nutzer Ihr Gefallen betreffend die Inhalte kundtun, den Verfassern der Inhalte oder unsere Beiträge abonnieren können. Sofern die Nutzer Mitglieder der Plattform Twitter sind, kann Twitter den Aufruf der o.g. Inhalte und Funktionen den dortigen Profilen der Nutzer zuordnen. Twitter ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000TORzAAO&status=Active). Datenschutzerklärung: https://twitter.com/de/privacy, Opt-Out: https://twitter.com/personalization.

Instagram

Innerhalb unseres Onlineangebotes können Funktionen und Inhalte des Dienstes Instagram, angeboten durch die Instagram Inc., 1601 Willow Road, Menlo Park, CA, 94025, USA, eingebunden werden. Hierzu können z.B. Inhalte wie Bilder, Videos oder Texte und Schaltflächen gehören, mit denen Nutzer ihr Gefallen betreffend die Inhalte kundtun, den Verfassern der Inhalte oder unsere Beiträge abonnieren können. Sofern die Nutzer Mitglieder der Plattform Instagram sind, kann Instagram den Aufruf der o.g. Inhalte und Funktionen den dortigen Profilen der Nutzer zuordnen. Datenschutzerklärung von Instagram: http://instagram.com/about/legal/privacy/.

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