Alle Beiträge von Philipp Schmidt

Think. Do. Repeat.

Im Sitzen ist noch keiner über etwas gestolpert. Und: Wer nichts macht, macht nichts falsch und nichts kaputt. Außer unter Umständen das eigene Leben. Will sagen: langweilt sich zu Tode. Soll heißen: Grasflecken auf der Jeans, und ab und zu blutige Knie gehören dazu. Auch wenn Mama sagt, das geht nie wieder raus. Muss es ja auch nicht. Soll es ja auch nicht. Aber: ab einem gewissen Punkt im Leben (als Vorschlag: ab der vollen Straffmündigkeit), sollte dem eigenen Handlen das eigene Nachdenken vorausgehen. Dem Tun das Nichtstun. Der »actio« die »cogitatio«. Dem Sturm die Ruhe und so weiter. Was dann schießlich die Handlung ist, ist zunächst irrelevant. Kuchen backen, Aquarellmalkurse besuchen, Dächer decken, Bäume pfl anzen, Kinder zeugen. Wählen gehen, Banner schwenken, Sitzstreik planen. Man muss ja nicht immer gleich mit Steinen werfen. Nicht immer. Nicht gleich. Und wenn doch, dann sollte man auf jeden Fall vorher drüber nachdenken. Über Schwerkraft, Winkel und Gewicht. Über Zielen, Treffen und: niemals ins Gesicht. Denn: wer wirft, ohne treff en zu wollen, kann morgens auch gleich liegen bleiben. Man muss nicht treffen — aber man muss es wollen, wenn man wirft . Mit Werfen alleine gewinnt man auch auf dem Volksfest nichts. Maximal kleine, bunte, beschissene Schraubenzieher, die man für nichts brauchen kann. Mit dem Treff en alleine ist es aber auch nicht getan. Handlung braucht Konsequenz, aber auch Konsequenzen. Der Wei.brotwürfelwurf erhält seinen Sinn erst und ausschließlich durch die Anwesenheit von Enten im Teich. Will sagen: ein Dominostein braucht den nächsten. Soll heißen: der Spaß beginnt beim zweiten Stein. Wenn man die Wirkung seines (wohl überlegten) Handelns beobachten kann. Die Früchte der Arbeit, der Flügelschlag eines Schmetterlings, blablabla … Aber: manchmal kann das dauern. Von einem Dominostein bis zum nächsten können Jahre vergehen. Das erfordert dann nach Denken und Tun zusätzlich noch Geduld. Also eher: think – do – sit and watch with a cup of tea – repeat. Rom wurde auch nicht an einem und so weiter. Oder: manchmal müssen sich ganz viele kleine Steine gegen einen großen werfen, bevor der kippt. Steter Tropfen, Kleinvieh, wasweißich. — Oder: manchmal ist das Brot auch schon verschimmelt, bis die lahmen Enten angewackelt kommen. — Und dann: nochmal von vorn.

• Philipp J. Schmidt

Mediadaten

SuR erscheint alle drei Monate jeweils zu Monatsanfang
(Dez/Jan/Feb – Mrz/Apr/Mai – Jun/Jul/Aug – Sept/Okt/Nov)

Auflage 5.000 Exemplare
Format 105 × 170 mm hoch
Verbreitungsgebiet Stuttgart und Region
Redaktionsschluss Text am 21. des Monats
Redaktionsschluss Kalender + Anzeigen am 25. des Monats

Preise
Doppelseite (202 × 164 mm) 1000 €
Ganze Seite (100 × 164 mm) 590 €
Umschlagseite innen (U2 + U3) Aufpreis: 105 €
Rückseite (U4) Aufpreis 160 €
Halbe Seite (100 × 81 mm) 350 €
Viertel Seite (49 × 81 mm) 220 €

Jahresrabatt 4 Anzeigen pro Jahr mit 10% Rabatt
Kulturrabatt 10% für Einzelanzeigen

Druckdaten PDF-X3, 300dpi, CMYK, angelegt auf Endformat ohne Beschnittzugabe und Druckmarken

Alle Preise zzgl. 19% MwSt.

Wenn wir Ihnen eine Anzeige erstellen sollen, oder bei Sie ein Sonderformat benötigen, melden Sie sich bitte bei der Anzeigenleitung unter:
grafik@sur-kultur.net

Impressum

SuR – KulturPolitik für Stuttgart und Region

Herausgeber und Redaktionsleitung
Eva Maria Schlosser (V.i.S.d.P.) und Petra Mostbacher-Dix

Kontaktadressen
Eva Maria Schlosser | Forststraße 180 | 70193 Stuttgart
T 0711 – 636 28 29
Petra Mostbacher-Dix | Eichenweg 1/2 | 70839 Gerlingen
T 07156 – 434 512

redaktion@sur-kultur.net

 

Grafik, Design und Anzeigen
Philipp J. Schmidt
B U R E A U    R E I T Z E N
M 0176 – 242 657 06

grafik@sur-kultur.net
bureau@reitzen.de
www.reitzen.de